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Sehenswertes

Die drei Kapellen unter einem Dach
Die romanische Hauptkapelle (Marienkapelle, Weihe 1641) mit einem interessanten Passionszyklus im Vorraum, der erst bei der Restaurierung entdeckt wurde und einem in Blau und Gold gehaltenem Barockaltar.

Die Augustinuskapelle liegt za. 85 cm höher als die Marienkapelle, ist südseitig gelegen und mit dieser durch Fensteröffnungen verbunden. Geweiht 1652 ist sie ohne besonderen Schmuck ausgestattet.

Die Gruftkapelle wurde laut Urkunde 1643  dem Leiden Christi geweiht. Bei der Restaurierung 1986 kamen an  den Wänden Engel mit Leidenssymbolen und lateinischen Inschriften  in den Farben Schwarz und Gold zum Vorschein, die leider auf der Außenseite durch Mauerfraß zerstört sind. Im Gewölbe ist in einem Achteck Gott-Vater die Erde segnend dargestellt.
 

Marienkapelle
Passionszyklus im Vorraum
Krypta
Gott-Vater
Turm

Der Turm
Der schlanke Turm misst 25  Meter, beherbergt zwei Glocken und ist an  drei Seiten mit Sonnenuhren versehen. Von der mechanischen Turmuhr existiert nur mehr das Ziffernblatt.
Als Baumeister werden die Gebrüder Andreas und Peter DELAI vermutet.

Der Kassettensaal
Dieser befindet sich im 1. Stock des Südflügels.  Vor der Renovierung waren alle Räume weiß getüncht. Erst während der Arbeiten wurden schöne Fenster- und Türfassungen entdeckt , welche der Spätrenaissance zugeordnet werden. Leider waren durch frühere bauliche Maßnahmen teilweise große Schäden verursacht worden.

Die Kellerräume sind für die Gegend typisch  auf drei Ebenen angelegt. Der Wein rund um das Haus wird heute am Marklhof (Girlan) eingelagert und verarbeitet.

Der Wappenstein in Marmor über dem Eingang zur alten Torggel. Er zeigt das Wappen des Propstes Markus Hauser eingerahmt mit der Inschrift: IN NOVA CELLA* MARIAE VIRGINIS AD GRATIAS*MARCUS PRAEPOSITUS* 1636*
Der Schlussstein zur alten Torggl mit dem  Namen „Maria Haimb“ deutet auf das schon vorhandene  Gebäude (gemauerte Hütten) und auf die Besitzerin hin.
 

Kassettensaal
Augustinuskapelle
Wappenstein in Marmor
Schlussstein zur Torggl

Das  T ( griechisches Tau),  das Element des Neustifter Wappens wurde im Ansitz mehrfach als architektonisches Element verwendet; Erkennbar ist es im Südflügel von der Hofseite aus betrachtet  sowie von der  Vogelperspektive. Ebenso die Form des Innenhofes.

Text: Dr. Konrad Oberhammer
 

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